Marwa El-Sherbini und die Loyalität

SchaukelDie eigentliche Bitte einer Dame wurde persönlich aufgefasst und im Zusammenhang mit ihrem Kopftuch ihre Daseinsberechtigung hinterfragt. Dabei ging es bloß um eine Kinderschaukel, nein, eher um Islam und Islamismus. Geprägt vom Islamhass, einer neuen Form des Antesemitismus.

August 2008. Dresden. Die fragende Bitte an Alexander W. (28), Platz auf der Kinderschaukel zu machen, wurde seinerseits weitgehend analysiert, gefolgt von Rückschlüssen auf ihre politische Einstellung, sexuelle Vorlieben und Beruf. Beschimpft wurde sie als Terroristin, Schlampe und Islamistin – bloß weil sie ein Kopftuch trägt. Es kommt zu einer Anklage, das Urteil lautet Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft legt Berufung ein, da die Geldstrafe der ersten Instanz zu gering war und sich der Angeklagte uneinsichtig zeigte.

Seit dem 11. September haben solche Monster kein Recht, in Deutschland zu leben.

1. Juli 2009. Landesgericht Dresden. Alexander W. wurde ein Pflichtverteidiger zur Verfügung gestellt. Die 12. Strafkammer unter Vorsitz von Richter Tom Maciejewski hatte ihn dazu verpflichtet, „wegen der Unfähigkeit des Angeklagten, sich selbst zu verteidigen“. Für den Richter Tom Maciejeweski war es ein normaler Arbeitstag, schlussendlich ist er schon seit Jahrzehnten in seinem Beruf. Alexander W. gab zu, Marwa El-Sherbini, die von ihrem Gatten und ihrem Kind begleitet wurde, da er fiebrig war, beleidigt zu haben, als sie ihn gebeten hat, Platz auf der Schaukel zu machen, für ihren Sohn, der damals 2 Jahre alt war.

Während der Verhandlung bemerkte der Richter, dass der Angeklagte seine Tasche auf den Schoß genommen und sie geöffnet hat, doch schenkte er dieser Handlung keine Beachtung, da Alexander W. „keinerlei Anhaltspunkte für eine spätere aggressive Handlung“ gegeben hat. Auf die Fragen des Richters antwortete er ganz ruhig und kalt.

Ich finde es falsch, was in Deutschland geschieht, dass nämlich Ausländer hier sein dürfen. Ich unterscheide Menschen nach Rasse, die europäische und nicht-europäische.

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Gastarbeiter – Ein Mensch als Gast

FarbenIm direkten Verhältnis zu Gastarbeitern stehend liegt es offensichtlich auf der Hand, dass sich viele Bürger des damals werbenden Staates nicht mit dem Begriff des „Gastarbeiters“ anfreunden kann. Die damaligen Gäste sind mittlerweile Staatsbürger, aber erläutern will ich primär die Lebenssituation der türkischen Gastarbeiter in Österreich. Viele dieser „Gastarbeiter“, die man auch „Zeitarbeiter“ nennen könnte, sind nicht gekommen, damit sie dann in diesem Land bleiben. Die Lebensumstände haben nach der Frage der Integration und Anpassung gedrängt, denn einige Jahr nach der Ankunft wurde klar, der Lebensmittelpunkt wandert mit der Zeit immer mehr nach Österreich.

Die Gastarbeiterwanderung steht im historischen Konnex mit dem Wiederaufbau der österreichischen Wirtschaft gegenüber. Der Marshallplan, offiziell European Recovery Program, bescherte eine ausländische Wirtschaftshilfe in hohen Summen, weswegen auch gegen Ende der fünfziger Jahre das Wirtschaftswachstum kaum zu bremsen war, mit einer stetigen und konstanten Steigung. In den sich neu bildenden Industriestaaten wuchs die Nachfrage an Arbeitskräften – in dieser Zeit wurde auch die Infrastruktur, speziell der Fernverkehr, revolutioniert. Der Ruf nach zusätzlichen Arbeitskräften wurde immer lauter, die erste Geburtsstunde der neuen Gastarbeiter, da sich die Aufgabe der Frauen auf die Erziehung der Kinder beschränken sollte.

Fahrt doch zurück, wenn die Heimat so schön, toll und einladend ist.

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Occupy Efgani – Demokratisierung seiner Meinung

Die Forderung von Grundrechten und einer Demokratisierung seitens der türkischen Regierung prägt seit Wochen die österreichische Medienlandschaft. Einige Vereine hüpfen auf den dahinrollenden Zug, wollen Medienpräsenz zeigen und auf sich aufmerksam machen. Doch nicht nur Vereine, viele Parteien haben sich auch schon mobilisiert – einige treten geschlossen auf, unterstreichen die Parteiinteressen, andere wiederum wirken gegeneinander. Ein „grüner“ Politiker macht auf sich aufmerksam, seine vergangenen Versuche in den letzten paar Wochen sind leider gescheitert, auch ihm will man den Erfolg gönnen. Wir freuen uns mit dir Efgani.

Efgani Dönmez, ein bereits bekannter Freizeithistoriker, hat sich in den letzten Wochen auf seiner (öffentlich zugänglichen) Facebookseite besonders durch seine Hetzkampagnen und einseitig religiös verfassten Stellungnahmen ausgezeichnet. Die meisten Politiker vergessen meistens nach getätigten Aussagen bereits wieder den Inhalt, auch Efgani.

Ein Zitat aus einem Interview, veröffentlicht in den OÖNachrichten, vom 13. Juni 2013.
OÖN Efgani Dönmez

Ich fühle mit den Demonstranten, weil ich mit ihnen viele Werte teile: Auch ich habe eine säkuläre und liberale Grundeinstellung.

Wir fühlen alle mit Demonstranten, die friedlich ihre Meinung kundtun wollen, schlussendlich leben wir im Zeitalter der Meinungsfreiheit – wir kommen darauf zurück. Auch wenn wir andere Meinungen nicht teilen können, sind wir verpflichtet, diese zu respektieren. Eine Demonstration hat Erfordernisse, wie auch Schranken und das nicht nur in Österreich. Als Austro-Türke fühle ich auch mit ihm, er scheint unter einer Identitätskrise zu leiden, zwischen Österreich und der Türkei. Pardon, dem alevitischen Teil der Türkei. Ein Mann seiner Größe, der sich für Meinungsäußerungsfreiheit einsetzt, dies auch noch groß auf seiner (öffentlich zugänglichen) Facebookseite posaunt, kann sich doch kein Fauxpas leisten, quasi ein Eigentor?

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Unser Leid für unser Volk

Während große Teile Österreichs mit überdurchschnittlichen Wassermengen zu kämpfen haben, schlittert die FPÖ mit sogenannten Einzelfällen, wie Strache solche und ähnliche Impulsaussetzer des Gehirns zu beschönigen pflegt, immer tiefer in untragbare Desaster.

Der Auslöser war ein Facebook-Aufruf der MJÖ, Muslimische Jugend Österreich, wonach die muslimischen Jugendlichen zur Mithilfe bei den Aufräumarbeiten aufgerufen wurden. Als Reaktion wurde ein öffentlicher und offizieller Beitrag auf der (öffentlich zugänglichen) Seite der FPÖ Traismauer veröffentlicht.

FPÖ Traismauer Beitrag

ICH DENKE DIE ÖSTERREICHER KOMMEN SEHR GUT OHNE EUCH ZURECHT ! ! ! Und dass IN JEDER HINSICHT ! ! !

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