Gastarbeiter – Ein Mensch als Gast

FarbenIm direkten Verhältnis zu Gastarbeitern stehend liegt es offensichtlich auf der Hand, dass sich viele Bürger des damals werbenden Staates nicht mit dem Begriff des „Gastarbeiters“ anfreunden kann. Die damaligen Gäste sind mittlerweile Staatsbürger, aber erläutern will ich primär die Lebenssituation der türkischen Gastarbeiter in Österreich. Viele dieser „Gastarbeiter“, die man auch „Zeitarbeiter“ nennen könnte, sind nicht gekommen, damit sie dann in diesem Land bleiben. Die Lebensumstände haben nach der Frage der Integration und Anpassung gedrängt, denn einige Jahr nach der Ankunft wurde klar, der Lebensmittelpunkt wandert mit der Zeit immer mehr nach Österreich.

Die Gastarbeiterwanderung steht im historischen Konnex mit dem Wiederaufbau der österreichischen Wirtschaft gegenüber. Der Marshallplan, offiziell European Recovery Program, bescherte eine ausländische Wirtschaftshilfe in hohen Summen, weswegen auch gegen Ende der fünfziger Jahre das Wirtschaftswachstum kaum zu bremsen war, mit einer stetigen und konstanten Steigung. In den sich neu bildenden Industriestaaten wuchs die Nachfrage an Arbeitskräften – in dieser Zeit wurde auch die Infrastruktur, speziell der Fernverkehr, revolutioniert. Der Ruf nach zusätzlichen Arbeitskräften wurde immer lauter, die erste Geburtsstunde der neuen Gastarbeiter, da sich die Aufgabe der Frauen auf die Erziehung der Kinder beschränken sollte.

Fahrt doch zurück, wenn die Heimat so schön, toll und einladend ist.

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Innovation vs. Russland

russland
Russland ist bekannt für Vodka und die unberechenbare sibirische Kälte. Doch auch die reichen Oligarchen bringt man mit Russland in Verbindung, genauso Schachgenies. Jetzt könnte man Gedankenbrücken bauen und der Meinung sein, dass die sibirische Kälte der Grund für Auswanderungen sein kann. Fast, knapp daneben. Garri Kimowitsch Kasparow, ein Schachgenie und ehemaliger Schachweltmeister mit armenischen Wurzeln, agiert als russischer Oppositionsaktivist, Proteste sind seine Materie, doch ist er aus Russland geflüchtet – nicht wegen der Kälte. Alexej Nawalny, Jurist und Kreml-Kritiker, wurde, bevor er noch Fluchtpläne schmieden konnte, angeklagt. Auch er ist an einer Spitzenstelle der Opposition – es bleibt nach kurzer Überlegung die Idee der politischen Verfolgung.

Will man lieber die Freiheit genießen, trotzdem seine Arbeit weiterhin ausüben oder sich von russischen Spezialeinheiten durch das ganze Land jagen lassen, um jahrelang in Haft zu sitzen? Als saubere Grundlage findet ein Prozess statt, unter Ausschluss aller Öffentlichkeit, mit fingierten Handlungen und gefälschten Beweisen – ist ja nicht das erste Mal.

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Der Staat als „Cash-Cow“

Macht

Was ist der Hintergrund einer Staatsgründung? Eines Krieges? Was ist der wahre Beweggrund für den Organisator (Führung) in solch einem Unterfangen?

Sehr oft werden massenbewegende Gründe präsentiert, beispielsweise die Rassentrennung aufgrund der Rassenlehre im zweiten Weltkrieg von Adolf Hitler oder die Einführung einer Demokratie im Irak-Krieg von George W. Bush, jedoch blieb die Erfüllung der Thesen nach der Ausbeutung und Zerstörung sehr oft aus. Stattdessen bekam das Volk die Aufgabe das von den Wenigen Entschiedene selbst wieder in jahrelanger Kleinstarbeit aufzubauen.

Aber das liegt in der Natur des Menschen.
Das Denken in Bezug auf unser System, genauer gesagt in Bezug auf uns selbst, übergeben wir bei der Stimmzettelabgabe der „sympathischen“ Partei/Person (ich nehme absichtlich das Wort „sympathisch“, da das Wort „Kompetenz“ nicht ins lächerliche gezogen werden soll). Genauer gesagt derjenigen Partei, die die besten oder provokativsten Werbungen produziert, mit Schlagworten wie zum Beispiel „Daham statt Islam“. Ein lockerer Verkaufsspruch, eine Fassade ohne sich um das „wie“ Gedanken zu machen.

Da macht sich der Mensch doch manchmal mehr Gedanken um die Farbe der Kaffeetasse als um das selbst gewählte Steuerorgan. Das erinnert mich an die Szene vom Zeichentrickfilm „Simpsons – Der Film“, in der Arnold Schwarzeneger als gewählter Präsident und Schicksalsbestimmer die Zukunft von Springfield festlegt – gewählt vom Volk für das Volk.

Somit ergibt sich ein relativ simples Bild. Je besser oder überzeugender man dem Volk seine Versprechen anbietet und diese angenommen werden, desto erfolgreicher wird man. Jetzt sollte man denken, dass hier von Allgemeinwohl die Rede ist. Leider zeigen uns zahlreiche Vorfälle, dass es um den ähnlichen Wortlaut „Allein-mein-Wohl“ geht – da hat doch wer etwas missverstanden. Die Medien zeigen uns immer wieder Schreckensbilder von Kriegen und den Opfern, von Verfolgten, von den Bösen, von den Armen. Was uns aber sehr oft nicht gezeigt wird, ist der wahre Hintergrund eines Krieges, einer Besetzung, eines Putsches. Oder glaubt man, dass solch eine Tat einen gutmütigen Gedanken hat? Dass man Demokratie durch Mord, Folter oder Peinigung (Irak-Krieg) erlangt? Dass Länder besetzt werden, um Frieden zu bringen? Ich muss euch leider enttäuschen.

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