Occupy Efgani – Der Tag danach.

Es war von Anfang ersichtlich, zumindest für mich, dass es sich bei dieser Stellungnahme um ein gut überlegtes „Marketingkonzept“ handelt, um den eigenen Namen in den Medien zu hören und zu lesen, nicht nur in Österreich, sondern auch in der Türkei – ein Egopush scheint ihm gut zu tun, schlussendlich konnte er seine arrogante Art nicht mehr bändigen, schade eigentlich, für einen Mann seiner Größe. Wer schon argumentiert, dass er ein gefragter Politiker ist, nur weil er zu einige Stellungnahmen und Interviews eingeladen worden ist, hat solche Aussagen auch bitter nötig. Einige genießen ihren Erfolg und die anderen sprechen über ihren Erfolg, dem sie nachrennen. Verbittert.

Eines hat Efgani Dönmez durch seine geplante provokative Aussage erreicht, die Medienlandschaft dreht sich um ihn, aber auch nur sie. Die eigenen Parteikollegen distanzieren sich weiterhin von ihm und seinen Beiträgen, gestern wurde HIER ausführlich darüber berichtet, auch die Personen, die ihn bisher unterstützt haben, scheinen ihm den Rücken zu kehren.

Passen zum Thema gab es im ZIB24-Studio (ORF EINS) eine im vorhinein hoch angepriesene Diskussionsrunde zwischen dem grünen Bundesrat Efgani Dönmez und Fatih Köse von der Plattform „Pro Erdogan“. Die Erwartungshaltung war hoch, zumindest von meiner Seite, da die beiden Parteien auf der (öffentlich zugänglichen) Facebookseite (solange man nicht von ihm blockiert wird) von Efgani Dönmez eine hitzige Debatte geführt haben, die leider etwas ausgeartet ist und am Ende sehr persönlich wurde.

Fatih Köse Kommentar

[…] Und das ist noch nicht alles Herr Dönmez – andere Zeitungen/Gesprechsrunden/Sender folgen noch […] Wir werden uns wehren und nicht erlauben das FALSCHMELDUNGEN und „Leute wie Sie“ die Ereignisse i.d. Türkei falsch hinstellen, gar sogar die Wahrheit verdrehen! […]

Efgani Dönmez Kommentar

Danke für das Angebot, aber meine Informationen hole ich mir lieber von unabhängigen Stellen ein als von Lakaien eines Autokraten.

Efgani Dönmez Kommentar

Welch produktiven Ausgang, Gespräche mit Gesinnungsleuten Ihrer Couleur haben, kennen wir mittlerweile. Ich bezweifle, dass Sie Grünwähler in ihrer Plattform haben, aber wenn, dann sind es welche die den Sinn (noch) nicht erkannt haben.

#Niveau – eine Handcreme?
Fatih Köse Kommentar

Efgani Dönmez Kommentar

Fatih Köse Kommentar

Efgani Dönmez Kommentar

Schon aus diesen Beiträgen lässt sich klar abgrenzen, Efgani versucht, ein intellektuelles Ego zu imitieren, Fatih Köse hingegen hat seine Emotionen nicht im Griff. Aber bevor ich auf die ZIB24-Diskussionsrunde eingehe, schwirrt mir die Frage im Kopf, ob Efgani Dönmez die Bedeutung des Wortes „Lakai“ kennt. Oft ist auch weniger mehr, scheint wohl in seiner etwas verlernten Kultur aber nicht vorzukommen, zumindest ist mir seine Kultur fremd. Als bloßer Interessensvertreter der alevitischen Gemeinde im österreichischen Bundesrat sollte man allerdings nicht mit Steinen werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt. Wer hier als Lakai wahrgenommen wird, liegt auf der Hand.

Lakai, Lakai, Lakai – FPÖ bietet Efgani Asyl.

00:10 – ZIB24.
Roman Rafreider ging sofort in medias res – ein Grüner bekommt von der FPÖ Lob. Daraufhin bekommt Efgani die Möglichkeit eine Antwort abzugeben, doch als Imitator sollte man entweder seine Rolle perfekt können oder es ganz lassen und das authentische Ego repräsentieren.

Von wem man ein Lob bekommt, das kann man sich nicht aussuchen. Es ist eine logische Konsequenz einer Politik, die seit Jahren gefahren wird, dass man gewisse Themen ausblendet und diese Thematik nur der FPÖ überlasst und dass die das für ihre Zwecke instrumentalisiert und missbraucht und hier auch Muslime pauschal verunglimpft und differmiert und alle Türken in einen Topf schmeißt, spricht für sich. Ich hab hier eine differenzierte Vorgehensweise, bei mir ist die Haltung im Vordergrund und die ist, dass Gruppierungen und Strömungen, für die auch der Herr Köse hier steht, die hier in Österreich als Vereine und NGOs organisiert sind, aber eigentlich die türkische Politik nach Österreich hereinholen und diese konservative islamisch geprägte Werthaltung auch hier in Österreich salonfähig machen möchten, das muss man klar zur Sprache bringen, das ist in Österreich sicher nicht erwünscht, das ist auch von mir keine Privat- und Einzelmeinung, da stehen viele ÖsterreicherInnen hinter mir […]

Das Gewinnspiel wird neu erfunden: Wer findet in kürzester Zeit die meisten Fehler?

Lob und Tadel. Die logische Konsequenz als Wort liest sich leichter als seine Antwort und klingt wohl auch logischer, ist doch logisch oder? Wir wollen das natürlich nicht salonfähig machen, deswegen führen wir näher aus. Mich interessiert in diesem Zusammenhang, welche Themen ausgeblendet werden – etwa die Abschiebung von Ausländern oder die Einschränkung der Meinungsfreiheit? Da Die Grünen diese Themen ausblenden, kann man nur dazu raten, das Asylangebot der FPÖ anzunehmen – als erster Alevite (hier wurde bewusst die Religion herangezogen, da ich nichts zur Herkunft sagen kann, Efgani selbst behauptet er sei Türke, andere Quellen widerlegen allerdings seine Aussage).
Zurück zur differenzierten Vorgehensweise, ob das Glas jetzt halbvoll oder halbleer ist, ändern nichts an den Fakten. Die FPÖ spricht die Themen und ihre Meinung direkt an, Efgani will per (Fremd-)Wörterbuch seine Aussagen beschönigen – sind die Aussagen jetzt besser? Am 23. Juni werden auch sicherlich österreichische Staatsbürger anwesend sein, unabhängig vom migrativen Hintergrund, wohin soll man diese hinfliegen? Weg von der eigenen Heimat und das von einem Migranten angeregt, der nicht einmal die Interessen des (mittlerweilen) eigenen Volkes wahrnehmen will.

Ein peinlicher Fauxpas, Efgani spricht den türkischen Nachnamen seines „Diskussionsgegners“ falsch aus – wenn man sich schon als Türke bezeichnet, jede Möglichkeit dazu nützt, die Verbundenheit zum Mutterland aufzuzeigen, sollte doch zumindest die türkischen Buchstaben voneinander unterscheiden können? Schwamm drüber, nun hat er es zumindest erlernt. Danke Fatih Köse.

Wie ich auch in den Facebookkommentaren zu sehen war, konnte Fatih seine Emotionen wieder kaum kontrollieren und mäßigen. Statt direkte Zusammenhänge herzustellen und auf die Antworten des Gegenübers Stellung zu nehmen, grüßte das türkische Temperament. Doch Efgani selbst zeichnete sich nicht gerade mit Diskussionssitten aus – aussprechen lassen lernt man doch bereits als Kind. Die Diskussionsrunde ist geprägt von Widersprüchen zur bisherigen Haltung, doch keiner spricht diese Widersprüche an, leider. Für Efgani Dönmez ist die Demonstration am 23. Juni ein „die türkische Politik nach Österreich Tragen“, doch selbst ruft er auf seiner (öffentlich zugänglichen) Facebookseite dazu auf, an Demonstrationen gegen Erdogan teilzunehmen. Da wären wir auch beim Thema des letzten Beitrages, Demokratisierung der eigenen Meinung, die Schattenseite Erdogans auf der Seite von Efgani – könnten fast Zwillinge sein.

Roman Rafreider entgegnet Efgani mit „das haben sie schon gesagt“, als versucht wird, die auswendig gelernten Floskeln immer und immer wieder zu beten. Nächster Konter Romans „also ihre Meinung teilt eigentlich fast niemand, bei der eigenen Partei nämlich, da sind sie alle nach der Reihe aufgestanden und aufgeregt“ – wenn es nach Efgani gehen würde, gibt es sehr wenige grüne Politiker, die sich „hier“ auskennen. An einem Punkt zeigt Roman allerdings, dass er etwas unvorbereitet in die Diskussionsrunde eingestiegen ist, denn ansonsten würde die Aussage, dass die Regierung das Militär auf das Volk gehetzt hat, nicht fallen.

In Anwesenheit von anderen grünen Politikern diskutiere ich nicht und komme auch nicht.

Oh, welch eine Diva.

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