Der Staat als „Cash-Cow“

Macht

Was ist der Hintergrund einer Staatsgründung? Eines Krieges? Was ist der wahre Beweggrund für den Organisator (Führung) in solch einem Unterfangen?

Sehr oft werden massenbewegende Gründe präsentiert, beispielsweise die Rassentrennung aufgrund der Rassenlehre im zweiten Weltkrieg von Adolf Hitler oder die Einführung einer Demokratie im Irak-Krieg von George W. Bush, jedoch blieb die Erfüllung der Thesen nach der Ausbeutung und Zerstörung sehr oft aus. Stattdessen bekam das Volk die Aufgabe das von den Wenigen Entschiedene selbst wieder in jahrelanger Kleinstarbeit aufzubauen.

Aber das liegt in der Natur des Menschen.
Das Denken in Bezug auf unser System, genauer gesagt in Bezug auf uns selbst, übergeben wir bei der Stimmzettelabgabe der „sympathischen“ Partei/Person (ich nehme absichtlich das Wort „sympathisch“, da das Wort „Kompetenz“ nicht ins lächerliche gezogen werden soll). Genauer gesagt derjenigen Partei, die die besten oder provokativsten Werbungen produziert, mit Schlagworten wie zum Beispiel „Daham statt Islam“. Ein lockerer Verkaufsspruch, eine Fassade ohne sich um das „wie“ Gedanken zu machen.

Da macht sich der Mensch doch manchmal mehr Gedanken um die Farbe der Kaffeetasse als um das selbst gewählte Steuerorgan. Das erinnert mich an die Szene vom Zeichentrickfilm „Simpsons – Der Film“, in der Arnold Schwarzeneger als gewählter Präsident und Schicksalsbestimmer die Zukunft von Springfield festlegt – gewählt vom Volk für das Volk.

Somit ergibt sich ein relativ simples Bild. Je besser oder überzeugender man dem Volk seine Versprechen anbietet und diese angenommen werden, desto erfolgreicher wird man. Jetzt sollte man denken, dass hier von Allgemeinwohl die Rede ist. Leider zeigen uns zahlreiche Vorfälle, dass es um den ähnlichen Wortlaut „Allein-mein-Wohl“ geht – da hat doch wer etwas missverstanden. Die Medien zeigen uns immer wieder Schreckensbilder von Kriegen und den Opfern, von Verfolgten, von den Bösen, von den Armen. Was uns aber sehr oft nicht gezeigt wird, ist der wahre Hintergrund eines Krieges, einer Besetzung, eines Putsches. Oder glaubt man, dass solch eine Tat einen gutmütigen Gedanken hat? Dass man Demokratie durch Mord, Folter oder Peinigung (Irak-Krieg) erlangt? Dass Länder besetzt werden, um Frieden zu bringen? Ich muss euch leider enttäuschen.

Am aktuellen europäischen Beispiel Bosnien und Herzegowina sieht man das Bild recht deutlich. Seit dem Kriegsende (1995) wird hier versucht, eine funktionierende Regierung aufzubauen. Dies stellt sich Aufgrund der Gier und Angst vor Machtverlust als unmöglich dar.

Exkurs.
Bosnien und Herzegowina ist seit dem Kriegsende in zwei Länder geteilt, einem serbischen Gebiet und einem Föderationgebiet (bosnisch-kroatische Föderation). Bosnien hat ein Bundesheer, die Länder haben jedoch eigenständige Regierungen, natürlich mit dem gasamten Instrumentarium. Die Regierungen sind untereinander verfeindet und zeigen keine Kooperationsbereitschaft. Natürlich könnte man jetzt sagen, die Regierungen sollen auf das Wohl des Volkes und des gesamten Landes achten. Dies würde wiederum bedeuten, dass jemand kooperieren müsste beziehungsweise auf einen Teil seiner Macht, seines Profits und der Gleichen verzichten müsste. Das erlaubt die „Allein-mein-Wohl“ Regel jedoch nicht. Leider ist jeder Einzelne an dieser Situation schuld. Durch die Abgabe der eigenen Stimme im Wahllokal und durch das gleichzeitige erstummen.

Man sollte die „Verkäufer“* (als einen Verkäufer bezeichne ich einen Menschen, der etwas vermarktet, in diesem Fall sich selbst) nach dem „wie“ fragen beziehungsweise „warum“ man genau ihm die Stimme geben soll. Da der Mensch jedoch sehr lange auf Anreize anspricht, funktioniert das „sich vermarkten“ in der Regel auch dementsprechend lange. Wie auch in der Privatwirtschaft kann ein guter Selbstvermarkter als Spezialist erscheinen, ohne Ahnung von der Materie zu haben. Nur durch das Aneignen von Information und richtiger Aufbereitung kann eine ordentliche Fassade erschaffen werden, die bis zu der Frage „wie“ Stand hat.

* Dies soll keine Kritik an den Beruf des Verkäufers sein, den ich schätze und als notwendig sehe, sondern soll dazu dienen, die Wölfe unter den Schafen aufzudecken, diejenigen, die sich als „Samariter“ tarnen, jedoch andere Gedanken verfolgen.

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